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Industriefachwirt – Überblick und Einstieg

Industriefachwirt (IHK): Inhalte, Voraussetzungen, Prüfung, Gehalt und Karriereperspektiven im Überblick – der kompakte Einstieg.

DQR 6
auf Bachelor-Niveau
bis 75 %
Förderung möglich
IHK
bundesweit anerkannt
Teilnehmende einer Industriefachwirt-Weiterbildung
Next Level Portal
Industriefachwirt
— der Aufstiegs­abschluss der IHK.
— Redaktion, 2026

Der Industriefachwirt ist eine der klassischen IHK-Fortbildungen für kaufmännische Fach- und Führungskräfte in Industriebetrieben. Wer ihn ablegt, bekommt den Abschluss „Geprüfter Industriefachwirt (IHK)", der auf der DQR-Stufe 6 liegt und damit dem Bachelor Professional in Industrial Management (CCI) entspricht. Diese Seite gibt den schnellen Überblick – als Ausgangspunkt für alle, die den Weg verstehen wollen, bevor sie tiefer einsteigen.

Was der Industriefachwirt ist

Der Industriefachwirt ist eine bundesweit geregelte Aufstiegsfortbildung speziell für die Industrie. Anders als der allgemeine Wirtschaftsfachwirt oder der Handelsfachwirt richtet er sich an kaufmännische Fachkräfte, die in einem Industrieunternehmen arbeiten oder dort arbeiten wollen. Die Inhalte sind an den Prozessen eines Industriebetriebs ausgerichtet: Beschaffung, Produktionsplanung, Absatz, Rechnungswesen, Personal, Organisation.

Die Fortbildung dauert in der Regel 18 bis 24 Monate berufsbegleitend oder 6 bis 12 Monate in Vollzeit. Sie schließt mit einer schriftlichen und einer mündlichen IHK-Prüfung ab und umfasst zusätzlich die Ausbildereignung (AdA).

Einordnung im DQR

Der Industriefachwirt ist der DQR-Stufe 6 zugeordnet, der gleichen Stufe wie ein Bachelor. Seit 2020 trägt er offiziell den Abschluss „Bachelor Professional in Industrial Management (CCI)" – ein Titel, der die Gleichwertigkeit mit einem akademischen Bachelor auch international deutlich macht.

Die DQR-Einordnung ist mehr als ein symbolischer Akt. Sie öffnet Türen: Hochschulzugang ohne Abitur, internationale Anerkennung, tarifliche Eingruppierung in höheren Entgeltgruppen.

Für wen der Industriefachwirt passt

Drei Profile nutzen den Industriefachwirt besonders häufig.

Industriekaufleute mit ersten Berufsjahren, die den nächsten Karriereschritt planen. Sie bringen die fachliche Basis mit und wollen sich für Sachbearbeitung mit Verantwortung, Teamleitung oder Abteilungsleitung qualifizieren.

Technische Fachkräfte mit kaufmännischer Neigung, die aus der Produktion oder Instandhaltung in kaufmännische Funktionen wechseln wollen. Die Fortbildung öffnet die kaufmännische Seite des Unternehmens und wird in der Praxis durch die technische Herkunft ergänzt.

Quereinsteiger mit mehrjähriger Industrieerfahrung, die ihre Praxis mit einem formalen Abschluss krönen wollen und damit bessere Karrierechancen sichern.

Was die Fortbildung vermittelt

Der Lehrgang gliedert sich in zwei Blöcke: die wirtschaftsbezogene Qualifikation (allgemeiner Teil, gemeinsam mit anderen Fachwirten) und die handlungsspezifische Qualifikation (industriespezifischer Teil). Hinzu kommt die Ausbildereignung.

In der wirtschaftsbezogenen Qualifikation werden betriebswirtschaftliche, rechtliche, mathematische und organisatorische Grundlagen vermittelt. In der handlungsspezifischen Qualifikation geht es um Industrieprozesse: von Beschaffung über Produktionsplanung und Logistik bis zu Marketing und Vertrieb in Industriebetrieben, sowie um Führung, Personal und Zusammenarbeit.

Der Weg in Stichworten

Der Weg zum Industriefachwirt besteht aus fünf Etappen: Voraussetzungen prüfen, passenden Lehrgang wählen, Förderung beantragen, Lehrgang absolvieren, Prüfung bestehen. Mit Aufstiegs-BAföG sinkt der Eigenanteil auf etwa 1.500 bis 2.500 Euro. Bestehensquoten liegen zwischen 65 und 75 Prozent im ersten Anlauf.

Nach dem Abschluss

Industriefachwirte übernehmen in der Regel Sachbearbeiterpositionen mit eigener Verantwortung, Gruppen- oder Abteilungsleitungen in kaufmännischen Bereichen oder Stabsfunktionen in mittelständischen Industriebetrieben. Einstiegsgehälter liegen zwischen 3.500 und 4.500 Euro brutto, mit Entwicklungspotenzial in Richtung 5.500 Euro und mehr.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Fortbildung?

Berufsbegleitend 18 bis 24 Monate, in Vollzeit 6 bis 12 Monate.

Brauche ich Abitur?

Nein. Die Zulassung erfolgt über Ausbildung und Berufspraxis.

Wie hoch sind die Kosten?

5.000 bis 7.500 Euro, mit Aufstiegs-BAföG typischerweise 1.500 bis 2.500 Euro Eigenanteil.

Was unterscheidet den Industriefachwirt vom Wirtschaftsfachwirt?

Der Industriefachwirt ist stärker auf Industrieprozesse zugeschnitten. Der Wirtschaftsfachwirt ist breiter.

Nächster Schritt

Was genau die Rolle eines Industriefachwirts ausmacht und wie sie sich von anderen Berufen im Industriebetrieb abgrenzt, findest du auf der Seite Industriefachwirt – Beruf und Überblick.

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